Von der Gründung bis zum Krieg

Ein Fußballspiel wird in der Regel mit 23 Mann ausgetragen. Und genau diese Zahl an jungen Männern aus Beckingen traf sich am 1. Mai 1920 und gründete im Lokal Gottlieb den "FC 1920 Beckingen".

Es waren dies die Sportkameraden:

Nikolaus Baum, Peter Birk, Stephan Conrad, Peter Conrad, Willi Esker, Johann Greis, Bernard Hintsche, Mathias Hoffmann, Willi Jungmann, Nikolaus Kaiser, Heinrich Kranzbühler, Johann Kerwer, Karl Kockler, Leo Leonardy, Nikolaus Maurer, Nikolaus Müller, Johann Müller, Otto Nagel, Peter Steffen, Nikolaus Stark, Heinrich Strauch, Karl Schmitt I, Karl Schmitt II.

Gleich wurde auch der erste Vorstand des jungen Vereins gewählt und er setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender        Nikolaus Baum

2. Vorsitzender        Karl Schmitt I

1. Schriftführer        Johann Kerwer

2. Schriftführer        Nikolaus Kaiser

1. Kassierer            Willi Esker

2. Kassierer            Johann Greis

Beisitzer                   Nikolaus Maurer, Karl Schmitt II

Spielausschuss     Willi Jungmann, Karl Schmitt I

Zeugwart                  Peter Steffen

 

Der 1. Weltkrieg war kaum vorbei und es bedurfte in dieser schweren Zeit immenser Anstrengungen, den Verein aufzubauen.

Vorbehalte - teilweise gar ablehnende Haltung - der Behörden und mangelnde finanzielle Unterstützung ließen einen Aufschwung des Vereins nur langsam zu. Nur dank einiger Fußballpioniere und älterer Idealisten, allen voran der Sattlermeister Fritz Löhfelm, konnten die ersten Jahre gemeistert werden.

Einen großen Gönner hatte der junge Verein in Herrn Bodo Karcher, dessen großzügige Unterstützung eine wertvolle Hilfe über viele Jahre war. Da dessen Firma unentgeltlich einen Platz bei der jetzigen Parkstraße zur Verfügung gestellt hatte, konnte sich der Verein gleich mit einer aktiven Mannschaft am Spielgeschehen beteiligen. Das erste Spiel überhaupt fand gegen den Nachbarverein Haustadt statt, der damals schon seine ersten 10 Jahre hinter sich hatte. Das erste Verbandsspiel gegen Bernkastel wurde in folgender Aufstellung bestritten:

P. Steffen, J. Müller, H. Strauch, W. Jungmann, J. Kerwer, N. Kaiser, N. Baum, W. Esker, J. Greis, K. Kockler, N. Maurer

Im Jahre 1921 durfte man gegen den damals schon weithin bekannten SV Saar 05 Saarbrücken ein Spiel bestreiten.

 

 

 

Zur Verbesserung der finanziellen Situation führte der Verein im Februar 1922 zweimal die Operette "Winzerliesel" auf.

2 Meisterschaften konnte der Verein in den ersten zwanzig Jahren seines Bestehens erringen. In der Saison 1929/30 wurde nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Piesbach in der B-Klasse die Gruppenmeisterschaft errungen. Auch die Pokalmeisterschaft in dieser Klasse wurde zum 10jährigen Bestehen des Vereins gewonnen, bevor mit Ausbruch des Krieges das Spielgeschehen eingestellt werden musste.

Spieler wie Otto Nagel, Nikolaus Stark, Johann Schon, Josef Jacobs und viele andere hatten in diesen ersten Jahren dem Verein zum Durchbruch verholfen. Nicht zu vergessen auch die Freunde und Gönner, die sich in dieser schweren Zeit um den Verein verdient gemacht haben, u. a. Mathias Kornbrust , Josef Hafer, Nikolaus Collmann, Adolf Dörfert, Johann Gruhn, Johann Becker, Nikolaus Palz, Josef Günter, Johann Kerwer, Paul Birk, Bernhard Simon, Johann Reiter, Josef Schon.

Durch die Wirren des 2. Weltkriegs, besonders die zweimalige Evakuierung, gingen fast alle Unterlagen über die ersten 20 Jahre seit Vereinsgründung verloren, sodass diese Chronik - besonders für die zurückliegende Zeit - keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Neuer Anlauf nach dem Krieg

Nach dem Ende des Krieges, aus dem viele Sportkameraden leider nicht mehr zurückkehrten, wurde neben dem Wiederaufbau des zerstörten Landes auch die Wiederbelebung des Vereins betrieben. Schon im Frühjahr 1946 taten sich heimgekehrte Spieler und Freunde zusammen, um trotz aller persönlichen Sorgen und trotz großer Schwierigkeiten mit den Bestimmungen der Besatzungsmacht einen Neubeginn zu starten. Im April 1946 wurde im Saal Tine ein Omnisportverein gegründet, der Josef Strauf zum 1. Vorsitzenden und Willi Jungmann zum Leiter der Fußballabteilung wählte.

Mit einer Jugend- und zwei Seniorenmannschaften wurde der Spielbetrieb in der Runde 1946/47 wieder aufgenommen. Die 1.Seniorenmannschaft errang in dieser Saison gleich die Meisterschaft in der Kreisklasse 2 der Untergruppe Merzig.

Dazu schrieb das Sportecho (SE), damals die führende Sportzeitung im Saarland, in seiner Ausgabe vom 16.6.47:

"Beckingen Meister im Kreis Merzig Klassenleiter Speicher freut sich, seinen Meister der Untergruppe Merzig schon ermittelt zu haben. Beckingen gratulierte am Sonntagabend 11 freudestrahlenden Jungs zur Meisterwürde. Sie kehrten nach hartem Kampf auf dem gefürchteten Düppenweiler Gelände mit einem 2:1-Sieg, den noch fehlenden Punkten und dem ersehnten Titel zurück. Wir schließen uns den Wünschen an."

Und die gleiche Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 21.7.47:

" Die junge Elf erwarb sich mit denselben liebenswerten Attributen wie .... die Meisterschaft der Kreisklasse 2 in der Untergruppe Merzig. Dem Festakt wohnte der Gemeinderat mit allem Verständnis für die Sache des Fußballs bei, und die beiden Dorfchöre gaben ihr Bestes, die Zuhörer andächtig zu stimmen. Beim Tanze bis spät in die Nacht herrschte ein anständiger Trubel. Das ganze Dorf freut sich über seinen tapferen Fußballmeister."

Aufbau der deutschen Fußballigen in der Saison 1947/48:

1. 4 Zonenligen (u.a. Nordzonenliga mit Kaiserslautern, Fe Saarbrücken)

2. 1 Ehrendivision Saar (u.a. mit Völklingen, st. Ingbert)

3. 2 Ehren-Bewährungsklassen: Ost und West(u.a. mit Dillingen, Mitlosheim)

4. 7 Erste Kreisklassen (Gruppe Merzig u.a. mit Beckingen, Merzig, Primstal)

5. darunter weitere Kreisklassen

Dass die fußballbegeisterte Jugend trotz eigener Probleme auch an die Probleme anderer dachte, beweist dieser Artikel im Sportecho vom 04.11.48:

"Damit sie läuten können Am vergangenen Sonntag trafen sich in Beckingen die Mannschaft der Einheimischen und des nahen Haustadt zu freundschaftlichem Ringen, dessen Erlös für die Glocken der Beckinger Kirche bestimmt war. Erfreulich daher, dass rund 1 000 Sportbegeisterte aus den beiden Nachbarortschaften den Sportplatz umsäumten. Diese erlebten dann eine nicht gelinde Überraschung, konnte doch der Außenseiter der Kreisklasse 2, Haustadt , einen Favoriten der Kreisklasse 1, Gruppe Merzig-Wadern, Beckingen, mit 3: 1 schlagen. Dies ist für die Haustadter um so höher zu bewerten, als sich bekanntlich die Beckinger auf eigenem Felde kaum unterkriegen lassen. Auf Grund besserer Gesamtleistung aber gewann Haustadt das Spiel durchaus verdient. Unermüdlicher Einsatz beider Parteien würzte das Ringen um jeden Meter Boden, das diesem Spiel den Stempel eines meisterschaftlichen aufdrückte, so dass die Zuschauer im weiten Rund ihre helle Freude an den zweimal 45 Minuten hatten. Und da das Geschehen im großen und ganzen auch anständigen Rahmen hielt, konnte man ihm zu Recht den Titel eines typischen Lokalkampfes mit allen guten Eigenschaften zuerkennen. Der Ball pflog häufige Wanderung durch die Lüfte, als es angängig und notwendig war. Nie aber war das Ringen eintönig. Bald war diese, bald jene Partei im Angriff, und wenn alle Torchancen ausgenutzt worden wären, hätte ein Handballresultat als Ergebnis der kraftvollen Bemühungen sein müssen."

Im Herbst 1949 wurde der Omnisportverein wieder aufgelöst und unter Johann Kerwer als 1. Vorsitzenden wurde der Fußballclub 1920 Beckingen wieder ein selbständiger Verein.

Schon im Sommer des gleichen Jahres war es durch unermüdliche Arbeitsleistungen der Spieler, Mitglieder und Freunde des Vereins möglich geworden, den Spielbetrieb auf dem gemeindeeigenen Sportplatz "Am Bauernwald" aufzunehmen.

Zu Beginn der Runde 1949/50 erschien erstmals eine vierseitige Vereinszeitschrift mit Terminen, Vorschau auf die Saison und Werbeanzeigen zum Preis von 10,- Frs.

Nach drei jähriger Zugehörigkeit wurde in der Saison 1949/50 auch in der Kreisklasse 1 Hochwald die Meisterschaft errungen. In dieser Spielrunde konnte sich auch die außer Konkurrenz spielende 2. Mannschaft in der Spitzengruppe der Kreisklasse 11 platzieren.

In den Aufstiegsspielen gegen den VfB Dillingen und Fraulautern, denen 3 600 bzw. 1800 Zuschauer beiwohnten, wurde der Aufstieg in die 2. Amateurliga errungen.

Im gleichen Jahr wurde die Mannschaft durch ein 2:1 in Nunkirchen Kreispokalsieger gegen Mitlosheim.

Nur ein Jahr später folgte der Abstieg in die Kreisklasse 1 Westsaar .

Spielerisch konnte die Mannschaft zwar gut mithalten, aber das Schicksal wollte es anders. Im Spiel gegen Saarlouis wurde ein Beckinger Spieler von einem Gegner ins Gesicht geschlagen und wehrte sich. Als er dafür vom Schiedsrichter vom Feld geschickt wurde und ihm die Mutter mit dem Schirm noch zu Hilfe kam, wurde er für 2 Jahre gesperrt. Aus Verärgerung über diese Verbandsmaßnahme hängte noch während der Runde die halbe Mannschaft die Schuhe an den Nagel. Mit den verbliebenen Spielern konnte der Klassenerhalt nicht geschafft werden.

Nach der Saison 1953/54 konnte der Abstieg aus der Kreisklasse 1 als 12. und Letzter mit 16:32 Punkten und 45:70 Toren leider nicht vermieden werden.

Der bisher nur notdürftig hergestellte Platz am Bauernwald wurde in den Jahren 1955/56 mit einem Kostenaufwand von 2 200 000 ffrs. ausgebaut. Hierzu brachte der Verein Eigenleistungen in Höhe von 200 000 ffrs. ein.

Beim späteren Ausbau 1963-65 erbrachten die Mitglieder gar eine Eigenleistung von 31 472,97 DM bei Gesamtkosten von 44 472,97 DM.

Nur 3 Jahre später - 1956/57 - konnte mit einem 2. Platz der Aufstieg in die neue B-Klasse erreicht werden.

Das 40jährige Stiftungsfest des Vereins fand in der Zeit vom 18. - 20.6.1960 unter der Schirmherrschaft des damaligen Innenministers Kurt Conrad statt. Die Festansprache hielt Bürgermeister N. Detzen. Das Spiel einer Auswahl des Haustadter Tales gegen die Spitzenmannschaft aus Diefflen sowie ein Ringer - Freundschaftskampf zwischen Merzig und Luxemburg waren die Höhepunkte der dreitägigen Veranstaltung.

Nachdem im Jahre 1964 mit dem Abstieg in die damalige C-Klasse der Tiefpunkt des sportlichen Niedergangs erreicht war, schien es im folgenden Jahr wieder aufwärts zu gehen. Nach einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Mannschaft aus Saarwellingen wurden im Entscheidungsspiel in Dillingen m t einem 2: 0 Sieg Meisterschaft und Aufstieg errungen.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Vereins bedeutete die Gründung einer Altherrenmannschaft im Jahre 1965. In den zurückliegenden 30 Jahren hat sich diese Abteilung zu einer großen Stütze des Gesamtvereins entwickelt, die ihre Erfahrung nicht nur in die Vorstandsarbeit mit einbringt,  sondern sich besonders in den außersportlichen Veranstaltungen tatkräftig engagiert.

Die B-Klasse wurde in den folgenden Jahren jeweils mit guten Mittelfeldplätzen abgeschlossen, bis am Ende der Saison 1968/69 erneut der Abstieg zu verzeichnen war. Nach einer völlig verpatzten Vorrunde wurde mit dem Einbau mehrerer Jugendspieler zwar eine Aufholjagd gestartet, die am Ende aber knapp misslang.

Ein Jahr vorher hatte mit dem Bau eines Umkleidegebäudes eine neue Ära im Vereinsgeschehen begonnen. Die Mannschaften hatten ein neues Zuhause, Bälle und andere Sportgeräte waren wohl verwahrt. Das Vereins leben erfuhr einen neuen Aufschwung, mit dem der sportliche Erfolg aber noch nicht mithalten konnte.

Unter der Schirmherrschaft des damaligen Präsidenten Saarländischen Sportverbandes und Vizepräsidenten des DFB, Hermann Neuberger, feierte der Verein in der Zeit vom 13.06. - 21.6.1970 sein 50jähriges Vereinsjubiläum.

1973, vier Jahre nach dem Abstieg aus der B-Klasse, dann ein weiterer Höhepunkt des Vereins. Die erste Mannschaft wurde nicht nur Meister C-Klasse Dillingen, sondern errang auch die zur damaligen Zeit ausgespielte Saarlandmeisterschaft der C-Klassen nach einem dramatischen Kampf durch einen 4:3 Sieg in Körprich gegen Gresaubach.

Ein Jahr später erfolgte der Ausbau des Sportplatzes auf seine heutige Größe. Gleichzeitig wurde die notdürftige Trainingsbeleuchtung aus dem Jahre 1961 durch eine komplette Flutlichtanlage ersetzt, wodurch sich die Trainingsmöglichkeiten enorm verbesserten.

Ins Jahr 1976 fiel die Geburtsstunde einer anderen Veranstaltung, die somit eine der ältesten Veranstaltungen dieser Art im Saarland ist. Auf eine Anregung des damaligen Geschäftsführers Manfred Emmel wurde das Turnier "Ein Dorf spielt Fußball" ins Leben gerufen, bei welchem sich die anderen sport- und kulturtreibenden Vereine des Ortsteils Beckingen einmal im Jahr im Fußballwettkampf messen.

Nach dem erneuten Abstieg im Jahre 1977 wurde unter Trainer Krautkremer der. sofortige Wiederaufstieg in die B-Klasse Saar errungen.

Auf das in bescheidenem Rahmen gefeierte 60jährige Vereins Jubiläum fiel ein Wermutstropfen, da die aktiven Spieler dem Kommers fernblieben.

Die Erfolge führten die Mannschaft in der höheren Klasse zweimal auf Platz 6, jedoch war ab der Saison 1981/82 aus vielerlei Gründen ein Nachlassen in der Spielstärke nicht zu verhindern.

Der erneute Abstieg nach der Spielrunde 1984/85 zu weiteren acht Jahren in der C-Klasse - der heutigen Kreisliga B - war die Folge.

Das Stagnieren der Leistungen in den letzten Jahren hatte zu einem Umdenken innerhalb des Vereins geführt. Deshalb war die Jugendarbeit unter Bernd Steffen und später Dieter Griebe und Fritz Bauerschmitt forciert worden und trug nach einer Durststrecke von über 10 Jahren Früchte. In den 80er Jahren konnten folglich nicht nur mehrere Meisterschaften in verschiedenen Altersklassen verbucht werden, in dieser Zeit wurden auch die der Jugend entwachsenen Spieler behutsam in die Seniorenmannschaften eingebaut und somit der Grundstein dafür gelegt, dass nach vielen vergeblichen Anläufen mit verschiedenen Trainern nach der Saison 1992/93 die Meisterschaft in der Kreisklasse B Dillingen unter Trainer Gerd Spath erreicht wurde. Mit dem Gewinn des Gemeindepokals wurde in diesem Jahr sogar das „Double“ geschafft. In den folgenden Jahren schlug die Mannschaft eine gute Klinge in der Kreisliga A Saar, obwohl nach der Saison 1993/94 sehr gute Spieler den Verein verlassen haben um sich in höheren Klassen zu profilieren.

Die Feierlichkeiten zum 75jährigen Stiftungsfest des Vereines fanden vom 22.07. – 30.07.1995 unter Schirmherrschaft des damaligen Vorsitzenden des saarländischen Fussballverbandes, Albert Wagner, statt. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde der erneuert Sportplatz seiner Bestimmung übergeben.

Nach drei Spielzeiten des Zittern im Kampf um den Klassenerhalt wurde die Mannschaft für die Saison 1998/99 gezielt verstärkt und entwickelte sich zur Überraschungsmannschaft der Saison. Nach dem Gewinn des Gemeindepokals gelang der Mannschaft unter dem neuen Trainer Jürgen Platte in dieser Saison der Aufstieg in die Bezirksliga West.

In den folgenden Jahren musste der bittere Gang bis in die Kreisliga B Merzig hingenommen werden. Dort spielt man zwar stets in der Spitzengruppe mit, aber für den großen Wurf reichte letztlich nicht.

Die einzigen Erfolge der letzten Jahre konnten durch Siege beim Gemeindepokal in den Jahren 2001 und 2007 verzeichnet werden.

Diese letzten Jahre haben aber auch völlig neue Aufgaben an den Verein herangetragen. Nicht nur die Sanierung und Erweiterung des Clubheims am Sportplatz und das Projekt Kunstrasenplatz haben dazu beigetragen, auch der Zwang, zu Zeiten geringer werdender Zuschüsse von öffentlicher Hand und Verbandsseite, selbst finanzielle Quellen zu erschließen, um ein blühendes Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Und nicht zuletzt die Möglichkeiten einer besseren Kooperation mit anderen Vereinen des Ortsteils Beckingen haben den Verein zur Durchführung von bzw. zur Mitwirkung bei örtlichen Veranstaltungen bewogen.

Beckinger Schmaus, Fastnachtsveranstaltungen im Rahmen des VBF, Weihnachtsmärkte, Vereinswanderungen , Kirmestanz u. v. a. mehr sahen im FC 1920 Beckingen einen rührigen Gastgeber oder Mitveranstalter.

 

Jugendarbeit

Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges waren auch schon in der Jugendarbeit unter Johann Reiter große Erfolge erzielt worden.

U.a. wurde in der Spielrunde 1938/39 die Gaumeisterschaft errungen.

Gleichzeitig mit der Aufnahme des Spielbetriebs durch die Seniorenmannschaften in der Saison 1946/47 konnte auch wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden.

Die Jugend spielte im Saarland in 7 Gruppen (einige mit Untergruppen), zur Gruppe Merzig gehörte neben 7 anderen Vereinen auch Beckingen. Hier gab es keine Untergruppen. Der Jugend gehörten Jugendliche von 15-18 Jahren an, die Jüngeren spielten in der Schüler.

In den Sechziger Jahren war in der Jugendarbeit unter Jugendleiter Paul Heldt ein enormer Aufschwung zu verzeichnen. Er hatte die gute Arbeit seiner Vorgänger Johann Reiter, Dr. Gölz, Siebert, A. Schulien, Eugen Gansemer, Ferdi Claus, Helmut Wagner und Alfred Schäfer nahtlos fortgesetzt und mit den geburtenstarken Jahrgängen der späten 40er und 50er Jahre spielstarke Jugendmannschaften aufgebaut. Mehrere Meisterschaften in allen Altersklassen zeugen von der guten Betreuung. Schon damals wie heute mußten teilweise Spielgemeinschaften mit benachbarten Vereinen (Haustadt , Saarfels, Rehlingen, Honzrath) eingegangen werden um die Mannschaften aller Altersklassen zu besetzen.

Rückläufige Geburtenzahlen wie auch das Aufkommen anderer Sportarten wie z.B. Tennis und Volleyball brachten der Jugendabteilung harte, erfolglose Jahre, bevor zu Beginn der Achtziger Jahre die Jugendarbeit unter Bernd Steffen und später Dieter Griebe und Fritz Bauerschmitt zu neuer Blüte kam. Mehrere Meisterschaften in allen Altersklassen konnten verbucht werden. In dieser Zeit gehörten und gehören immer noch Mannschaften unseres Vereins den höheren Leistungsklassen an und klopften sogar schon an die Tür der höchsten saarländischen Klasse.

Teilweise in prächtig harmonierenden Spielgemeinschaften mit Nachbarvereinen konnten stets schlagkräftige Mannschaften ins Rennen geschickt werden. Den größten Erfolg in diesen Jahren errang die in Spielgemeinschaft mit Honzrath spielende C-Jugend im Jahre 1989, als sie Pokalsieger des Westsaarkreises wurde und erst im Halbfinale des Saarlandpokals der C-Jugend des damaligen Bundesligisten FC Homburg nach Verlängerung mit 1:2 unterlag.

Die Jugendabteilung beschränkte sich jedoch nicht auf die sportlichen Aktivitäten. Schon in den 60er Jahren waren jährliche Ausflüge an der Tagesordnung, bevor unter der Regie von Dieter Griebe im Jahre 1987 die Zeit der mehrtägigen Auslandsreisen begann.

Zeltlager, Discos, Weihnachtsfeiern und Jugendturniere in der Halle und im Feld gehören darüber hinaus seit Jahren zum festen Bestandteil der Jugendarbeit.

 

48 Jahre "Alte Herren"

Das Jahr 1965 hat dem Verein nicht nur den Aufstieg in die damalige B-Klasse beschert, sondern auch eine neue Abteilung. Seit nunmehr fast 50 Jahren (Jubiläum Juli 2015) unterhält der FC Beckingen eine Alte-Herren-Mannschaft. Spieler, die sich den ständigen Trainingsanforderungen der Aktiven nicht mehr aussetzen wollen oder können und die vom Verband festgesetzte - im Lauf der Jahre oftmals veränderte - Altersgrenze erreicht haben, können sich hier fit halten und ihrem geliebten Sport weiter nachgehen.

Stellvertretend für alle Sportkameraden, die im Laufe der Jahre bei der ihre fußballerische Laufbahn ausklingen ließen, sei hier unser langjähriger Präsident Hubert Hornetz genannt, der seit Gründung der AH bis vor ca. 10 Jahren das Trikot dieser Mannschaft trug.

Über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus haben sich die Alten Herren des Vereins in dieser Zeit stets als faire Sportler erwiesen, viele Freundschaften geknüpft und den Verein in hervorragender Weise vertreten. Die große Anzahl der Mitglieder in der Abteilung zeugt von einem guten Zusammenhalt, immer zum Wohle des Gesamtvereins . Dies belegt auch die überaus große Hilfsbereitschaft der Abteilung bei allen Veranstaltungen des Vereins.

Viele Fahrten, oft ins Ausland, Wanderungen, Kameradschaftsabende und andere gesellige Veranstaltungen geben Zeugnis, dass nicht nur der sportliche Akzent gepflegt wird. Aber der steht natürlich immer noch im Vordergrund. Und erst recht bei dem seit 1981 durchgeführten AH-Turnier, das in jedem Jahr viele Vereins- und Betriebsmannschaften aus dem In- und Ausland besuchen. Ein prallgefüllter Terminkalender von Mitte März bis in den späten Herbst eines jeden Jahres lassen darüber hinaus erkennen, dass die Alten Herren als Spielgegner überall gern gesehen sind.

   
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